Dr. Silke Launert....

wurde im Sep. 2013 von Wahlberechtigten im oberfränkischen Hof als Listenabgeordnete in den Bundestag gewählt. Die ehemalige Staatsanwältin und Richterin, die ihre Doktorarbeit über das  geltende Familienrecht schrieb, weiß also wovon sie spricht, wenn sie sich gegen den florierenden Menschhandel und die Zwangsprostitution in Deutschland einsetzt.

Dr.Launert hielt am 19. Feb. 2014 ihre erste Rede im Bundestag; auf den Tag genau  95 Jahre nachdem die allererste Rednerin im  damaligen Reichstag , Marie Juchacz, sich  FÜR die Belange von Frauen und Kindern einsetzte.

Dr. Silke Launert sagt in 2014 unmissverständlich und klar:  “Deutschland ist zum Bordell Europas verkommen.”       Sie wirbt nun um MitstreiterInnen, damit per Gesetz ein “Arbeitsverbot für Prosituierte unter dem 21. Lebensjahr” durchgesetzt werden kann. Allerdings gibt die Praktikerin im gleichen Satz zu, dass dies wohl in dieser Legislaturperiode noch nicht zu erreichen sei.

Eigentlich sollte frau/man meinen in Coburg stieße sie damit auf große Hilfe. Immerhin war es der Sohn einer Coburgerin, der heutige König von Schweden, der als erster weltweit in seinem Land nicht mehr die Prostituierten sondern die Freier bestrafen lässt.                                                                                                          Den wißbegierigen CoburgerInnen des parteiinternen Abends zeigte sich jedoch ein völlig anderes Bild.  Drei Wochen vor der Kommunalwahl waren zwar rund 20 Personen ins “Gingers” gekommen, alle von der gleichen politischen Partei; die wollten aber an diesem Abend  “leben, feiern und sich unterhalten!”

Insofern sei der ehemaligen Richterin besonders gedankt, dass sie am 21. Feb. 2014 den Weg nach Coburg fand; auch wenn sie nicht mal ein kleines Statement von sich geben durfte. Sie lächelte tapfer dazu und sagte                “es können gerne einzelne Personen mit Fragen an mich heran treten”.                                                         

PS: Bitte beachten Sie auch den Bericht “Stalking” unter www.coburgerfrauen.de

Irene Elisabeth Krempel < krempel@goldmail.de >